GRÖSSTER WÄRMEPUMPENTAG
DEUTSCHLANDS 2025

4. April 2025 | Über 20 Standorte sind dabei!

 

Zur Veranstaltungswebsite

waermepumpentag
klimeo-ventilator
Startseite Wärmepumpe » Wissen » Wärmepumpengeräte » Monovalente oder bivalente Wärmepumpe: Was ist der Unterschied? Monovalente oder bivalente Wärmepumpe: Was ist der Unterschied?

Monovalente oder bivalente Wärmepumpe: Was ist der Unterschied?

Bei der Planung einer neuen Heizlösung mit Wärmepumpe stellt sich eine zentrale Frage: monovalente oder bivalente Wärmepumpe? Beide Systeme unterscheiden sich in ihrer Funktionsweise, Effizienz und Einsatzmöglichkeit. Eine monovalente Wärmepumpe übernimmt die komplette Heizleistung und Warmwasserproduktion eigenständig – ideal für energieeffiziente Neubauten. Ein bivalenter Betrieb kombiniert die Wärmepumpe mit einem zweiten Wärmeerzeuger, etwa einem Gas- oder Ölkessel. Das macht eine bivalente Heizungsanlage besonders für Bestandsgebäude mit höherem Heizbedarf attraktiv.

 

In diesem Beitrag erfahren Sie alles über die Vor- und Nachteile, Einsatzmöglichkeiten und Unterschiede beider Systeme. Wir zeigen Ihnen auch, welche Wärmepumpentypen sich für den monovalenten oder bivalenten Betrieb (Hybridsystem) eignen und welche Rolle Fördermöglichkeiten und Kostenkalkulation bei der Entscheidungsfindung spielen.


Geräteinfos
Bubble Klimeo daikin altherma klimeo waermepumpe hybrid frontal
daikin altherma klimeo waermepumpe buegelzimmer

Was ist eine monovalente Wärmepumpe?

 

Die monovalente Wärmepumpe ist ein Heizsystem, das den gesamten Wärmebedarf eines Gebäudes ausschließlich mithilfe der Wärmepumpe deckt – ohne Unterstützung durch einen zusätzlichen Wärmeerzeuger wie einen Gas- oder Ölkessel. Das bedeutet: Die Wärmepumpe muss selbst bei den kältesten Außentemperaturen zuverlässig genug Wärme liefern, um sowohl das Heizsystem als auch die Warmwasserbereitung zu versorgen.

 

Im Gegensatz zu bivalenten Systemen (Hybridsystemen), bei denen ein zweites Heizsystem bei Bedarf einspringt, arbeitet die monovalente Wärmepumpe vollkommen unabhängig. Diese Betriebsweise macht sie besonders interessant für Neubauten, die nach modernen Energiestandards gebaut und hervorragend gedämmt sind. Dort reicht die Heizleistung der Wärmepumpe problemlos aus, um den gesamten Energiebedarf abzudecken.

 

Wie funktioniert eine monovalente Wärmepumpe?

 

Eine monovalente Wärmepumpe nutzt Energie aus der Umwelt – sei es aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser – und wandelt diese mithilfe von Strom in Heizwärme um. Bei einem monovalenten Betrieb wird diese Umweltenergie ohne jede zusätzliche Energiequelle für die komplette Beheizung und Warmwasserbereitung verwendet.

 

Beispiel: Stellen Sie sich ein modernes Einfamilienhaus mit einer Fußbodenheizung vor. Da die Fußbodenheizung mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeitet (ca. 35 °C), kann eine monovalente Wärmepumpe effizient die benötigte Wärme liefern – auch bei kaltem Wetter. Aber auch Niedertemperaturheizkörper können diese Aufgabe in einem Neubau gut erfüllen. Anders als bei Radiatorenheizungen im Altbau, die höhere Temperaturen erfordern, arbeitet eine monovalente Wärmepumpe hier besonders energieeffizient.

 

Sie interessieren sich für eine monovalente Wärmepumpe? Lassen Sie sich mit unserem klimeo-Kostencheck unverbindlich eine individuelle Kostenübersicht für Ihre Luft-Wasser-Wärmepumpe erstellen!

 

Kostencheck starten

Besonderheiten des monovalenten Betriebs

 

Eine monovalente Wärmepumpe muss so ausgelegt sein, dass sie den Wärmebedarf auch am kältesten zu erwartenden Tag im Jahr vollständig decken kann. Diese sogenannte Auslegungstemperatur variiert je nach Region in Deutschland zwischen –12 °C und –16 °C. Die Wärmepumpe läuft kontinuierlich, passt ihre Leistung aber flexibel an die aktuelle Heizlast an. Eine hochwertige Dämmung des Gebäudes ist entscheidend, damit weniger Wärme verloren geht und die Wärmepumpe effizient genutzt werden kann. Im Neubau ist dieser Faktor aufgrund standardmäßig sehr guter Dämmung kein Thema.

 

Wann ist eine monovalente Wärmepumpe sinnvoll?

 

Die monovalente Wärmepumpe ist ideal für Neubauten, die nach aktuellen Energiestandards gebaut sind, z. B. KfW-Effizienzhaus 40 oder 55. Auch umfassend sanierte Bestandsgebäude mit niedriger Heizlast profitieren von dieser Lösung. Besonders vorteilhaft ist eine monovalente Lösung für Haushalte, die vollständig auf fossile Brennstoffe verzichten möchten. Gebäude mit Flächenheizungen wie Fußboden- oder Wandheizungen, die mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeiten, sind perfekt geeignet.

 

Hinweis: In Regionen mit besonders kalten Wintern empfiehlt sich deshalb eine Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe, da diese auch bei Minusgraden effizient arbeitet.

 

Unser klimeo-Kostencheck ermittelt in wenigen Schritten auf Basis Ihrer räumlichen Gegebenheiten einen unverbindlichen Kostenrahmen für Ihre potenzielle Luft-Wasser-Wärmepumpenlösung.

 

Zum Kostencheck

Vorteile und Nachteile des monovalenten Betriebs

Vorteile und Nachteile des monovalenten Betriebs klimeo klimageraete erlebnis blau

Vorteile der monovalenten Wärmepumpe im Überblick

 

Eine monovalente Wärmepumpe greift zum Großteil auf erneuerbare Energien zurück und verursacht keine direkten CO2-Emissionen. Die Betriebskosten sind vor allem bei modernen Gebäuden mit niedriger Heizlast sehr gering. Außerdem erfordert das System weniger Wartungsaufwand und spart Platz, da kein zusätzlicher Heizkessel benötigt wird.

Vorteile und Nachteile des monovalenten Betriebs klimeo klimageraete notfall blau

Nachteile eines monovalenten Betriebs

 

Da die Wärmepumpe die gesamte Heizlast tragen muss, sind leistungsstarke Geräte notwendig, was die Anschaffungskosten erhöht. Um das genau zu bestimmen, ist eine Heizlastberechnung dringend erforderlich. An besonders kalten Tagen kann der Stromverbrauch ansteigen (Luft-Wasser-Wärmepumpen). Der Strompreis beeinflusst daher direkt die Betriebskosten. Eine korrekte Auslegung und Aufstellung sind daher dringend erforderlich. Aufgrund der technischen Weiterentwicklung der Systemtechnologie werden die Unterschiede zwischen den jeweiligen Gerätetypen immer geringer. Bedenken Sie: Die Mehrinvestitionen für Bohrung oder Flächenwärmetauscher sind erheblich teurer als 10 kalte Tage im Jahr.

Interesse an nachhaltigem Heizen?

 

Lassen Sie sich mit wenigen Klicks eine transparente Kostenübersicht für Ihre individuelle Wärmepumpenlösung (Luft-Wasser-Wärmepumpe) erstellen. Mit dem klimeo-Kostencheck geht das ganz einfach und unverbindlich. Zudem können Sie mit unserem Förderrechner herausfinden, welche staatlichen Zuschüsse Ihre Investitionskosten deutlich senken können. So einfach geht nachhaltig heizen!

 

Kostencheck starten Zum Förderrechner

Was ist eine bivalente Wärmepumpe?

 

Eine bivalente Wärmepumpe (Hybridsystem) ist die ideale Lösung, wenn die Wärmepumpe allein nicht ausreicht, um den Wärmebedarf der Immobilie zu decken. Sie kombiniert zwei Wärmeerzeuger – in der Regel eine Wärmepumpe und eine Gas- oder Ölheizung – und sorgt so auch bei extremen Wetterbedingungen für eine zuverlässige Wärmeversorgung. Falls Sie mit dem Gedanken einer Sanierung spielen, kann ein hybrides System mit einer bivalenten Wärmepumpe eine gute Alternative sein.

 

Wie funktioniert die bivalente Wärmepumpe?

 

Die Wärmepumpe deckt im bivalenten Betrieb den Großteil des Wärmebedarfs effizient ab. Sinkt die Außentemperatur unter einen bestimmten Wert, bei dem die Wärmepumpe nicht mehr wirtschaftlich arbeitet oder die Heizleistung nicht mehr ausreicht, springt der zweite Wärmeerzeuger ein. Dieser kann ein klassischer Heizkessel, betrieben mit Gas oder Öl, sein.


Bivalente Heizungssysteme haben drei gängige Betriebsarten, die je nach Gebäudeanforderungen und Heizverhalten gewählt werden können:

 

  • Bivalent-parallel: Bei dieser Betriebsweise arbeiten die Wärmepumpe und das zweite Heizsystem gleichzeitig, sobald ein definierter Temperaturgrenzwert unterschritten wird. Die Wärmepumpe übernimmt die Hauptlast der Wärmeversorgung, während das zweite Heizsystem nur dann unterstützend hinzukommt, wenn der Wärmebedarf besonders hoch ist – zum Beispiel an sehr kalten Wintertagen. Diese Variante ermöglicht eine flexible Anpassung an unterschiedliche Temperaturverhältnisse und ist besonders effizient, da die Wärmepumpe den Großteil der Heizleistung übernimmt.
  • Bivalent-alternativ: Hier arbeiten entweder die Wärmepumpe oder das zweite Heizsystem – jedoch nie beide gleichzeitig. Bei milden bis moderaten Temperaturen übernimmt die Wärmepumpe die Heizleistung. Sobald jedoch ein festgelegter Temperaturschwellenwert erreicht wird, bei dem die Wärmepumpe nicht mehr wirtschaftlich arbeitet, schaltet sich das zweite Heizsystem komplett zu und ersetzt die Wärmepumpe. Diese Betriebsart eignet sich besonders in Regionen mit sehr kalten Wintern, da sie sicherstellt, dass bei extremen Temperaturen ein leistungsstarkes Heizsystem bereitsteht.
  • Bivalent-regenerativ: Die nachhaltigste Variante unter den bivalenten Betriebsarten. Hier wird die Wärmepumpe mit einer weiteren regenerativen Energiequelle kombiniert, beispielsweise mit einer Solarthermie-Anlage. Die Solarthermie unterstützt die Wärmepumpe, indem sie an sonnigen Tagen kostenlos Wärme zur Verfügung stellt. Erst wenn beide regenerativen Systeme zusammen nicht ausreichen, könnte optional ein weiteres Heizsystem einspringen. Diese Betriebsart ist besonders klimafreundlich und ermöglicht eine nahezu CO2-freie Heizlösung bei optimalen Bedingungen.

 

Wann eignet sich eine bivalente Heizungsanlage?

 

Ideal sind bivalente Heizungssysteme für Bestandsgebäude mit höherem Wärmebedarf oder Regionen mit langen Wintern. Auch bei einer schrittweisen Umstellung auf erneuerbare Energien stellen sie eine sinnvolle Übergangslösung dar.

Vorteile und Nachteile des bivalenten Betriebs

 klimeo klimageraete erlebnis blau

Vorteile der bivalenten Wärmepumpe

 

Die hohe Betriebssicherheit ist der größte Vorteil von bivalenten Heizungsanlagen. Selbst bei extrem niedrigen Temperaturen bleibt die Wärmeversorgung stabil. Zudem ermöglicht die Kombination aus erneuerbaren Energien und konventionellen Heizsystemen eine hohe Flexibilität. Da die Wärmepumpe nicht auf Maximalleistung ausgelegt werden muss, sind die Anschaffungskosten oft niedriger.

 klimeo klimageraete notfall blau

Nachteile der bivalenten Wärmepumpe

 

Allerdings sind Installation und Planung komplexer. Die Abstimmung der beiden Systeme erfordert Fachwissen. Zudem besteht bei Nutzung fossiler Brennstoffe ein gewisser CO2-Ausstoß, und der Wartungsaufwand steigt, da zwei Systeme gepflegt werden müssen.

Monovalente oder bivalente Wärmepumpe – welche ist die richtige Wahl?

 

Die Entscheidung zwischen einer monovalenten und einer bivalenten Wärmepumpe hängt von mehreren Faktoren ab, die sorgfältig abgewogen werden sollten. Beide Systeme bieten spezifische Vorteile, doch welches sich besser eignet, hängt stark von den individuellen Gegebenheiten und Zielen Ihres Projekts ab.

Der energetische Zustand des Gebäudes spielt eine zentrale Rolle. Monovalente Wärmepumpen eignen sich ideal für Neubauten, die nach aktuellen Energiestandards errichtet sind, da diese über eine sehr gute Dämmung verfügen und somit nur eine geringe Heizlast aufweisen. Auch sanierte Bestandsgebäude mit niedriger Heizlast können von einem monovalenten System profitieren.

 

Bivalente Anlagen sind hingegen eine sinnvolle Option für Bestandsgebäude, bei denen eine vollständige Sanierung nicht möglich oder wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Hier kann die bivalente Heizung als hybrides System aufgesetzt werden, sodass die Wärmepumpe die Grundlast effizient decken, während ein bestehendes Heizsystem bei Spitzenlasten unterstützt.

Die Heizlast eines Gebäudes bestimmt, welche Leistung das Heizsystem bereitstellen muss. Bei Gebäuden mit niedriger Heizlast reicht eine monovalente Wärmepumpe aus, um den gesamten Wärmebedarf effizient zu decken. Dies ist oft bei Neubauten mit Fußbodenheizung oder großen Heizflächen der Fall.

 

Liegt jedoch eine hohe Heizlast vor, zum Beispiel bei Altbauten mit klassischen Radiatoren oder schlechter Dämmung, bietet eine bivalenter Betrieb Vorteile. Er ermöglicht es, den hohen Wärmebedarf an kalten Tagen mithilfe eines zusätzlichen Heizsystems abzudecken, wodurch die Wärmepumpe entlastet wird.

Das regionale Klima beeinflusst die Effizienz einer Wärmepumpe erheblich. In milden Klimazonen mit seltenen Minustemperaturen ist eine monovalente Wärmepumpe oft ausreichend. In kälteren Regionen, in denen tiefe Temperaturen über längere Zeiträume herrschen, kann die Effizienz einer Wärmepumpe sinken.

 

In solchen Fällen sind entweder Luft-Wasser-Wärmepumpen im monovalenten Betrieb eine gute Wahl, die auch bei Kälte zuverlässig arbeiten oder Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpen. Alternativ kann ein bivalentes System sinnvoll sein, das bei extremen Temperaturen durch ein zweites Heizsystem unterstützt wird, um hohe Betriebskosten zu vermeiden.

Die Anschaffungskosten variieren je nach gewähltem System. Eine monovalente Wärmepumpe mit hoher Leistungskapazität ist in der Regel teurer in der Anschaffung , da sie den gesamten Wärmebedarf abdecken muss – auch bei Spitzenlasten. Dafür sind die Betriebskosten meist niedriger, da keine zusätzlichen Heizsysteme betrieben oder gewartet werden müssen.

 

Bivalente Heizsysteme ermöglichen eine geringere Anfangsinvestition , da eine kleinere Wärmepumpe installiert werden kann, die nur die Grundlast übernimmt. Das vorhandene Heizsystem wird bei Bedarf zugeschaltet. Diese Option bietet Flexibilität, insbesondere wenn ein bestehendes Heizsystem weiter genutzt werden kann.

Staatliche Förderungen können die Investitionskosten für Wärmepumpensysteme erheblich reduzieren. Die BEG-Förderung (Bundesförderung für effiziente Gebäude) unterstützt sowohl monovalente als auch bivalente Heizsysteme. Besonders attraktiv sind Förderungen, wenn eine bestehende fossile Heizung durch eine Wärmepumpe ersetzt wird. In diesem Fall können Ihnen bis zu 70 % der förderfähigen Kosten gutgeschrieben werden. Für die Integration einer Wärmepumpe in Neubauten gibt es derzeit keine Förderungen, aber dafür können zinsgünstige Kredite bei der KfW vereinbart werden. Für bivalente Systeme, also Hybrid-Heizungen, die eine Wärmepumpe mit fossilen Energieträgern, wie Gas oder Öl kombinieren, gelten Vorschriften hinsichtlich der Fördermöglichkeiten. Um eine Förderung zu erhalten, muss die Wärmepumpe mindestens 65 % der Heizlast tragen. Gerne berät Sie der Meisterbetrieb in Ihrer Nähe oder ein Energieeffizienzberater persönlich zu Ihrer Wärmepumpenlösung und den Fördermöglichkeiten für Ihre Luft-Wasser-Wärmepumpe.

 

Förderungsberatung vereinbaren

 

Langfristig sollten jedoch nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die Betriebskosten berücksichtigt werden. Monovalente Systeme bieten hier Vorteile, wenn die Energieeffizienz des Gebäudes hoch ist. Bivalenter Betrieb ist dann wirtschaftlicher, wenn hohe Heizlasten auftreten und ein zweites Heizsystem nur sporadisch genutzt werden muss.

Wer langfristig unabhängig von fossilen Energien sein möchte, sollte eine monovalente Wärmepumpe in Betracht ziehen. Diese Systeme ermöglichen eine vollständig erneuerbare Heizlösung ohne CO2-Emissionen und die dafür anfallende CO2-Steuer.

 

Bivalente Systeme können hingegen eine Übergangslösung darstellen, die zunächst das bestehende Heizsystem ergänzen und mittelfristig auf eine vollständig erneuerbare Lösung umgestellt werden können.

Fazit: Monovalent oder bivalent – welche Wärmepumpe passt zu Ihnen?

 

Ob monovalent oder bivalente Heizung – beide Wärmepumpensysteme bieten effiziente Lösungen, unterscheiden sich jedoch deutlich in ihren Einsatzmöglichkeiten. Monovalente Wärmepumpen überzeugen durch ihren vollständig unabhängigen Betrieb mit erneuerbaren Energien und eignen sich besonders für energieeffiziente Neubauten oder sanierte Bestandsgebäude mit niedrigem Heizbedarf.

 

Wenn jedoch ein höherer Wärmebedarf besteht oder das Gebäude in einer Region mit kalten Wintern liegt, ist die bivalente Heizungsanlage eine interessante Alternative. Durch die Kombination mit einem zweiten Heizsystem gewährleistet sie eine zuverlässige Wärmeversorgung – auch bei extremen Temperaturen – und ermöglicht eine flexible Anpassung an unterschiedliche Anforderungen.

 

Die optimale Wahl hängt letztlich davon ab, welche individuellen Rahmenbedingungen vorliegen und welche langfristigen Ziele Sie verfolgen – sei es maximale Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen oder die effiziente Nutzung bestehender Heizsysteme.

FAQ

Die Betriebskosten hängen vom Gebäudetyp, der Dämmung und dem Heizbedarf ab. Monovalente Wärmepumpen sind günstiger im Betrieb, wenn das Gebäude gut gedämmt ist und eine niedrige Heizlast aufweist. In solchen Fällen arbeitet die Wärmepumpe effizient mit geringem Stromverbrauch.

 

Eine bivalente Heizungsanlage ist vorteilhaft bei Gebäuden mit höherem Heizbedarf oder in Regionen mit kalten Wintern. Hier entlastet ein zweites Heizsystem im bivalenten Betrieb die Wärmepumpe an sehr kalten Tagen, wodurch hohe Stromkosten vermieden werden.

Für Bestandsgebäude eignen sich häufig bivalente Heizungssysteme, da sie sich in bestehende Heizsysteme integrieren lassen. Die Wärmepumpe übernimmt den Grundbedarf, während das vorhandene Heizsystem nur bei Spitzenlasten unterstützt.

 

Bei umfassend sanierten Bestandsgebäuden mit niedriger Heizlast kann auch eine monovalente Wärmepumpe eine effiziente Lösung sein, insbesondere mit Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpen.

Ja, bivalente Wärmepumpen lassen sich problemlos mit bestehenden Heizungen zu einem hybriden System kombinieren. Besonders bei bivalent-parallelen Systemen arbeiten Wärmepumpe und Heizkessel flexibel zusammen, sodass die bestehende Heizung nur bei Bedarf zugeschaltet wird. So reduzieren bivalente Systeme den Energieverbrauch und ermöglichen eine schrittweise Umstellung auf erneuerbare Energien.

Der Betrieb einer monovalenten Wärmepumpe ist auch im kalten Klima möglich, wenn effiziente Luft-Wasser-Wärmepumpentypen oder Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpen eingesetzt werden. Diese nutzen konstante Wärmequellen wie das Erdreich oder Grundwasser und arbeiten selbst bei niedrigen Außentemperaturen zuverlässig.

 

klimeo-ventilator
Wir beraten Sie zu Kosten und Co. von monovalenten und bivalenten Heizungsanlagen

 

Sie möchten herausfinden, ob der monovalente oder bivalente Betrieb mit einer Wärmepumpe die passende Lösung für Ihr Zuhause ist? Unsere qualitätsgeprüften Meisterbetriebe unterstützen Sie gerne. Unser unverbindlicher Kostencheck zeigt Ihnen in wenigen Schritten, mit welchen Investitionskosten Sie für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe rechnen können.

 

Fachberatung vereinbaren Kostencheck starten

klimeo waermepumpe beratung

Zuletzt geändert: 28.03.2025

Von: Klimeo Redaktion

Startseite Wärmepumpe » Wissen » Wärmepumpengeräte » Monovalente oder bivalente Wärmepumpe: Was ist der Unterschied? Monovalente oder bivalente Wärmepumpe: Was ist der Unterschied?

Klimeo Blog Zur Übersicht